Als letztes Grundstück im 'Dreierblock', auf der Südostseite der Dorfstraße, liegt der Hof der Familie Lienau/Kiewitt.

 

Im Jahre 1941 heiratet Kurt Lienau seine Frau Käte, geb. Brandt. Bis zur Heirat ist Frau Lienau auf dem benachbarten Gut Kallen als Rendantin tä­tig. Während dieser Tätig­keit sammelt sie, in der Zusammenarbeit mit dem langjährig dort tätigen Oberinspektor Masur, Er­fahrungen die bei der Führung des Hofes Lienau hilfreich sein werden; das um so mehr als der Ehemann Kurt als 'Heimatflaksoldat' oftmals, wenn auch nur tageweise Dienst in der näheren Um­gebung tun muss.

 

Am 10.04.1942 wird Tochter Christa und am 22.05.1943 Sohn Ulrich geboren. Der Traum vom gemeinsamen Schaffen auf der heimatlichen Scholle erfüllt sich für das Ehepaar Lienau, wie für viele andere hoffnungsvolle Paare nicht.

 

Im Januar 1945 wird die Familie Lienau mit Frau Kiewitt und deren Tochter Frau Weiß, zusammen mit der übrigen zivilen Bevölkerung des Dorfes evakuiert. Bei klirrendem Frost werden die Menschen nach Pillau gebracht und von dort, soweit auf den auslaufenden Schiffen Platz ist, weiter ins Reich oder, wie auch Familie Kie­witt/Lienau, nach Dänemark gebracht. Dort wird die Familie in einem Lager in Oksböl interniert.

 

Kurt Lie­nau bleibt als Soldat in der Heimat zurück und gerät in russische Gefangenschaft. Erst nach Jahren kehrt er zurück.

 

Es dauert noch weitere Jahre ehe die Familie endlich in Leverkusen zur Ruhe kommt. Dort findet Kurt Lienau in der für ihn artfremden Chemiebranche Arbeit bei dem Bayer-Konzern. Frau Kiewitt stirbt im Jahre 1955 in Freirachdorf. Im Jahre 1983 stirbt Frau Käte Lienau in Leverkusen, ein halbes Jahr später folgt ihr Ehemann Kurt. Sohn Ulrich lebt noch heute in Leverku­sen und Tochter Christa, verh. Lichdi, in Brühl.

 

 

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